Baums bunte Chatgeschichten

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Baums bunte Chatgeschichten

Beitrag von Inaquerra am Fr Okt 25, 2013 9:12 pm

Hier nur für euch:
Baums Spontangeschichte  - die "Erste"

Und der göttlich Auserwählte stieg zu den Scharfrichtern hinauf, ignorierte ihre verwunderten Blicke und wandte sich an das am Boden kniende Mädchen, das mitleiderregend wimmerte. Er begann mit ihr zu sprechen, auf eine Weise, wie sie jeder verstand, wie jeder Lärm, den es sowieso übertönt hätte, verstummte, und dennoch erhob er die Stimme kaum. In meinem gesamten Leben traf ich keinen weiteren Mann, der dies vermochte, und sanft sprach er sie an, fragte sie, ob es stimmte. Ob sie wirklich eine Hexe sei, schuldig im Angesichte der Götter, Frevel begangen zu haben. Und das am Boden liegende Bündel Verzweiflung antwortete ihm, dass es keinen Frevel begangen habe. Und er fragte, ob sie nun eine Hexe sei, oder nicht. Ich sah nur ihren Kopf hängen, doch die Menge sog scharf die Luft ein, weshalb es nur eine Antwort geben konnte: Ja! Sie war eine Hexe. Doch mein Begleiter verurteilte sie nicht, denn er wandte sich zu der brodelnden Menge und fragte, ob sie denn Schaden durch das Mädchen genommen hätten. Und sie mussten verneinen, sie habe bloß die Bettelnden geheilt, und den Gossenbewohnern ihre blutigen Füße geheilt. Der auf der Bühne stehende Mann sah es nicht, wohl aber das ganze Volk, und ich auch: Hinter meinen Begleiter trat einer der schwarz gewandeten, bereit ihn niederzuschlagen, und ihn als Helfer dieser Hexe niederzustrecken. Doch er fuhr herum und rief ihn an, was er für ein Frevler sei, Unschuldige zu töten. Und der Mann taumelte zurück, ich sah ihm die Angst an, und er floh vor der Menge, vor seinem Gewissen, und vor meinem Begleiter, während dieser die Fesseln der Hexe löste, und ihr Freiheit zusicherte. Die Menge stand stumm da, als sie sich ihm zu Füßen warf, und ihm tausendfach dankte, denn er hatte sie gerettet. Und sie gelobte ihm ihr Leben, denn dieses war sie ihm Schuldig, und erst da kam Leben in die Umstehenden. Sie sanken ebenfalls in die Knie, erkennend, dass sie falsch gehandelt hatten, erkennend, das die Götter nicht durch Opfer, sondern durch Aufopferung milde gestimmt wurden, und von Liebe erfüllt verließen sie den Platz.

Keine zwei Wochen später, längst hatten wir die Gegend um die Stadt verlassen, und befanden uns in den fruchtbaren Feldern nördlich der Hauptstadt, begegneten wir einem Reiter. Er selbst hätte auf keinen Fall angehalten, doch sein Pferd konnte nicht weiterlaufen, so musste er anhalten. Wir saßen an einer flachen Mauer, eine Lehmige Abgrenzung eines Feldes, an der dünne Ranken sprossen, als der Unbekannte sein Pferd an uns vorbeiführte, in höchst seltsamen Gang, der auf lange Stunden im Sattel schließen ließ, und brummte etwas, das ein Gruß hätte sein können. jedoch auch ein mürrischer Kommentar. Wir, oder besser ich, konnte es nicht sagen. Doch die Hast des Mannes ließ auf Dringlichkeit schließen, weshalb ich ihn lieber in Frieden ließ. Unsere Begleiterin war nicht so zurückhaltend, denn die Hexe mit hatte sich meinem Freund, wie ich ihn mittlerweile bezeichnen konnte, verschrieben, und kam seither mit uns. Sie fragte den Mann, wohin es ihn ziehe, und was passiert sei. Und der Mann, der sich als Tarimon vorstellte, erwähnte erschöpft, dass ein großer Drache nahe der Hauptstadt gesichtet worden sei, und nun die Drachentöter (die echten und die, die sich für solche hielten) versammelten. Und weiter ritt er, nach Süden, immer auf, kaum einmal machte er halt. Doch wir packten gemütlich, denn wir hatten es nicht eilig. Sollten die Drachentöter doch ihre Aufgabe erfüllen, wir hatten unsere. Doch niemand von uns konnte wissen, auf welch verschlungenen Pfaden das Schicksal uns zu jener Stadt führen würde, und direkt zwischen den Drachen und Tarimon und seinen Drachentötergefährten führen würde.

Im Morgengrauen des 3. Tages nach der Begegnung mit dem Reiter erblickten wir in der Ferne den Rauch der Feuer, und fürchteten, wir wären dem Drachen doch zu nahe gekommen. Dennoch näherten wir uns, denn Verwundeten könnten wir helfen. Doch wir waren entsetzt, als wir das Ausmaß der Zerstörungen sahen, verkohlte Bäume, zertretene Wiesen und verdorbene Felder. Doch nicht der heiße Odem des Drachens hatte das bewirkt, sondern das Heer der Drachenjäger. Zu dutzenden waren sie aufgezogen, und plünderten nun das Land aus. Ein berechtigter Zorn machte sich in mir breit, ein Zorn auf diese Männer, die gekommen waren um zu töten. Doch bevor ich den Gedanken zu Ende denken konnte entdeckte uns ein kleiner Trupp dieser ungeheuerlichen Aufschneider, und ritt auf uns zu. Die Pferde scheuten die Hitze der schwelenden Brände zwar, dennoch wurden sie unerbittlich vorangetrieben. Dieses Verhalten erboste uns alle, doch sagten wir nichts, denn schon fingen die Männer an, ihren angeblichen Wert zu prahlen. Sollte hier draußen doch eine gefährliche Kreatur ihr Unwesen treiben, unbeherrschbar, und nur sie sie zurückhalten. Und sie führten uns ins Lager, ihre eigenen Prahlereien glaubend, und wir folgten nur. Im Lager bot man uns Speis und Trank an, doch keines von Beiden nahmen wir an, denn wir wollten nichts Geraubtes trinken. Doch bevor man sich über diese Unhöflichkeit erboste, ertönter ein Tumult, und Geschrei war zu hören: Der Drache ward gesehen, der Drache ward gesehen, nicht weit von hier, und am Boden. Und Chaos brach aus: Alle sprangen auf und rannten zu ihren Waffen, und noch ehe wir handeln konnten waren sie losgezogen um den Drachen zu erlegen... (to be continued)
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Re: Baums bunte Chatgeschichten

Beitrag von Baum am Sa Okt 26, 2013 8:42 am

Very Happy Danke fürs speichern... Ich muss ja zugeben, dass ich es wieder mal vergessen habe bounce Aber naja, jetzt kann den 2. Tag ja jeder lesen...
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Re: Baums bunte Chatgeschichten

Beitrag von Baum am Sa Okt 26, 2013 8:43 am

Hier die kurzfassung der Vorgeschichte für die, die nicht dabei waren: Und durch den Brudermord sprachen die Götter einen Fluch. Nach dem Selbstmord des Brudermörders entschlossen sie sich jedoch, ihn vom Reich wegzunehmen, und gaben den Auftrag an einen Mann, dem sie die Aufgabe zutrauten. Um sich würdig zu erweisen, und vor allem, um seinem Volk den falschen Weg aufzuzeigen, bekam er 5 Aufgaben (eine für jeden Diener) und 13 Herausforderungen (eine für jeden Ansturm)
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Re: Baums bunte Chatgeschichten

Beitrag von S0RA am So Okt 27, 2013 9:30 pm

# Teil Zwei

Eilig sprangen wir auf, zumindest ich, denn ich wollte das Ereigniss durchaus sehen, meine Begleiter ließen sich weit mehr Zeit, so kam es mir vor. Dann endlich hasteten wir den Männern hinterher, die sich in einem wilden Gehäuf vom Lager entfernten ohne jede Wache zurückzulassen, denn jeder wollte den Ruhm bekommen, wollte ein Stück des Drachens, dessen Teile ja schon immer viel wert waren. Geruhsamer ging es für uns voran, auch wenn unser auserkorener Begleiter, oft auch ein Magier genannt, nicht erwähnte, weshalb. Ich und die Hexe gingen unruhig mit ihm, doch wagten wir nicht, vorauszulaufen, denn seine Vorraussichten hatten sich immer als wahr herausgestellt, und wir mochten nicht getrennt werden. Hinter der Drachenjagt gings her, nicht sehr schnell, doch Zielgerichtet. Und nach einiger Zeit hörten wir ein Brüllen, und der Drache, ein wahrhaft imposanter Anblick, warf sich in die Luft und ließ die ihn umzingelnden Jäger am Boden zurück, um sich wieder mit einem vernichtenden Feuerodem auf sie zu stürzen.

Die Reiter stoben schreiend und in Panik auseinander, doch die Pferde brachen ihnen aus, und warfen zahlreiche Reiter ab, wurden vom Drachen verbrannt, oder stürzten in Panik weit davon, nicht auf Flüche, noch auf Schläge des Reiters reagierend. Und der geflügelte Schrecken senkte sich herab, mit den weiten Schwingen das Feuer anfachend, und begann, die vermessenen zu verspeisen, die es gewagt hatten, ihn zu stören. Die wenigen Speere, die man noch nach ihm stack juckten ihn wenig, im Gegensatz zu den Schwanzschlägen des Drachen, gegen die keinerlei Rüstung half. Niemals roch ich wieder einen Geruch wie den des verbrannten Fleisches auf diesem Felde, niemals wieder will ich solches riechen. Der Drache schwenkte seinen Kopf herum, und sah uns abschätzend an, wütend, bei seiner Mahlzeit unterbrochen zu werden. Doch der Auserwählte machte sich munteren Schrittes auf ins Angesicht des Dachen, und sprach zu ihm, er möge doch das Gebiet verlassen, denn er verstöre die doch zum Großteil unschuldige Bevölkerung der Städte. Als der Drache fragend antwortete, wieso er das denn machen sollte, käme er doch so leicht mit allem zurecht, was die Mensche ihm entgegenwarfen. Und mein Begleiter sprach unerschrocken weiter, dass er dann nicht mehr so oft belästigt werde. Doch wiederum lachte der Drache nur. Nun aber donnerte mein Freund mit solch Ohrenbetäubender Stimme los, dass es selbst dem Untier die Schuppen aufstellte, dass er wolle, das der Drache ziehe, da er ihn nicht verletzen wolle. Doch gäbe er ihm diese letzte Chance. Und der Drache verzog sich erschrocken, folg hoch und weit in seinem Schrecken, und ward nie mehr gesehen.
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Re: Baums bunte Chatgeschichten

Beitrag von Baum am So Dez 08, 2013 8:42 pm

Oookayyy... waswürde an dieser Stelle besser passen, als zu sagen: Ich hab den Fehler wieder: ich komme nicht mehr auf Alendia... hoffentlich mit warterei, aber ich bin dort sehr wahrscheinlich in nächster Zeit nicht anzutreffen. Ich will aber dennoch bescheid sagen, soll sich ja keiner fragen, was nun mit mir ist... (passte iwi zu dem Baums Geschichten... ist halt auch ne geschichte, die mir nun zum 2. Mal passiert)
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Re: Baums bunte Chatgeschichten

Beitrag von Baum am So Dez 08, 2013 9:03 pm

Aber verwunderlicherweise geht es auch schon wieder... also vll auch nur ein kurzer Fehler...
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