Menschlichkeit

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Beitrag von MS Phönix am Mo Feb 10, 2014 6:25 pm

Aus Langeweile entstehen gerne interessante Themen - hier noch eines.

Alle reden ständig von Menschlichkeit, das ist doch unmenschlich, bla, bla, bla. Mich würde viel mehr interessieren, was IST Menschlichkeit? Was gehört dazu? Ich glaube nicht, dass das eine Person allein definieren kann, aber zumindest zu einem gewissen Teil sollte es zu schaffen sein.

Meine pessimistische Einstellung zur Menschheit führt dazu, dass mein Bild von Menschlichkeit relativ weit vom allgemeinen Bild abweicht. Bei mir zählt dazu die pure Dummheit der Menschheit, zb was die Vernichtung der Umwelt angeht. Die enorme Arroganz der Rasse, die sich für die "Krone der Schöpfung" hält ohne zu bemerken, dass der Mensch eigentlich das dümmste und nutzloseste Wesen der Welt ist. Dazu kommt übertriebene Selbstsucht und die Unfähigkeit - oder der Unwille - das einzusehen. Und noch so manch andere Sachen, die ich euch jetzt mal erspare ^^
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Re: Menschlichkeit

Beitrag von Jarwen am Mo Feb 10, 2014 9:02 pm

Ich glaube menschlich heisst fuer die normale zivilisation in der man lebt moralisch zuhandeln und ungefaehr den durchschnitt zu entsprechen.
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Re: Menschlichkeit

Beitrag von Riff am Di Feb 11, 2014 10:58 am

Es gibt wohl zwei Arten der Menschlichkeit. Die umgangssprachliche, die du zuerst angesprochen hast, bedeutet hauptsächlich unmoralisches Handeln, z.B. Folter, Mord, etc. Wenn du damit meinst, was den Menschen wirklich ausmacht, dahin geht ja deine spätere Erklärung, wird es deutlich komplexer. Ich bin etwas optimistischer, was den Menschen angeht, denn menschliches Verhalten lässt sich nur schwer verallgemeinern Ich würde nicht sagen, dass der Mensch i.A. selbstsüchtig und arrogant ist, wobei es durchaus einige Menschen und auch Philosophen gibt, die diese Ansicht vertreten. So fußt ja der ursprüngliche, reine Kapitalismus auf Smiths Theorie, dass egoistisches Verhalten des Einzelnen die Normalität, aber nicht zum Schaden der Gesellschaft ist. Auch Schopenhauer und Nietzsche hatten eher pessimistische Menschenbilder. Auf der anderen Seite mussten auch die Ökonomen die Idee des homo oeconomicus, der alles nach egoistischen Motiven abwägt inzwischen korrigieren, auch wenn er teilweise immer noch als Modellgrundlage verwendet wird, weil er sich als unzureichende Erklärung des menschlichen Verhaltens erwiesen hat. Moralisches, auch altruistisches Verhalten ist durchaus ein fester Bestandteil des Menschen, mal mehr, mal weniger. Dass der Mensch die "Krone der Schöpfung" ist, würde ich auch nicht so stehen lassen. Allerdings hat er durchaus große technische Fähigkeiten und die Fähigkeit der Reflexion. Er kann also auch erkennen, welche Folgen seine Taten haben. Nun unterstellst du, dass er diese nicht nutzt. Auch da würde ich wieder differenzieren. Es gibt zwar wirklich Entwicklungen der Menschheit, die auf Dauer zu negativen Folgen geführt haben, allerdings umgekehrt auch solche die positiv waren. Hier müsste man aber überhaupt erst mal definieren, was positiv und negativ ist. Hier komme ich nicht darum herum, dies aus der Sicht des Menschen zu bewerten, denn "die Natur", was auch immer man damit meint, ist der Mensch doch ein Bestandteil der Natur, hat kein Gut oder Schlecht. Da wurden Arten fröhlich ausgewechselt, schon bevor der Mensch die Bildfläche betrat. Insofern ist mein Fazit: Der Mensch ist Teil der Natur, nicht mehr, nicht weniger. Er hat Eigenschaften, die ihn von den anderen Tieren unterscheiden, ist aber kein Überwesen. Er ist an sich weder gut noch schlecht, dies ist vom Individuum abhängig. Menschlichkeit ist darum ein sehr dehnbarer Begriff.
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Re: Menschlichkeit

Beitrag von Herbi der Vogel am Di Apr 22, 2014 4:37 pm

Ich sehe das genau so wie Jake. Aber ich denke zu Menschlichkeit gehört aufjedenfall noch Egoismus und Ergeiz. Manche Menschen sind mehr egoistisch und manche weniger (blöd formuliert), aber grob gesagt wollen Menschen alles haben was sie kriegen können.
Und weil das hier ein Forum für ne Fantasywelt ist, hier mal ein Sci-Fi beispiel:
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Und natürlich der Ergeiz alles daran zu setzten bestmöglich überleben.

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Re: Menschlichkeit

Beitrag von Riff am Mi Apr 23, 2014 6:14 am

Du würdest also sagen, die meisten würden sich für den Krieg entscheiden, wenn es nur um genug Geld, Ressourcen, etc. geht? Du kannst mich einen Idealisten nennen, aber ich glaube das nicht. Es würde auch kaum jemand zugeben, dass er einen Krieg nur wegen solchen Dingen führt. Da geht es dann um Selbstverteidigung, Prävention oder auch um Menschenrechte. Ich behaupte, das ist so, weil ein Krieg sonst von der Bevölkerung nicht getragen würde. (So ja teils auch nicht) Du könntest sagen, Regierungen entscheiden teilweise, aber Rüstungsunternehmen Militärs und Politiker sind mMn kein Querschnitt der Gesellschaft.
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Re: Menschlichkeit

Beitrag von Herbi der Vogel am Do Apr 24, 2014 9:41 am

Ok das Beispiel war jetzt vlt. ein bisschen übertrieben. Ich wollte darauf hinaus das Menschen gerne mal Ressourcen ausplündern. Und dann z.B. Völker die in einem Gebiet leben in dem es viele Rohstoffe gibt, diese aber kaum genutzt werden weil die Menschen dort vlt. noch nict so weit entwickelt sind, unterdrückt werden um an diese Rohstoffe zu kommen.

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Re: Menschlichkeit

Beitrag von Riff am Do Mai 01, 2014 9:02 am

Du hast in dem Punkt wohl Recht. Es ist aber auch nur eine Seite des Menschen. Es gibt auch gute Eigenschaften. Ich hab ja oben schon beschrieben, dass ich eine allgemeie Beschreibung für schwierig halte. Ich hab die Frage übrigens mal ans Themenroulette weitergeleitet. Vielleicht bringen die 3 ja die Erleuchtung. Wink
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